Englischsprachige Literatur

Soloski Alexis

Hier im Dunkeln

Eichborn Bastei-Lübbe, Köln 2025

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 Alexis Soloski ist preisgekrönte New Yorker Theaterkritikerin und hat in diesem, ihrem ersten Roman sicher ihre Erfahrungen und Frustrationen in ihrem Beruf aufgearbeitet, die sie ihrer Ich- Erzählerin Vivian Parry, einer New Yorker Theaterkritikerin, in den Mund legt.

Eigentlich mag der Leseteufel solche autofiktionalen  Geschichten nicht, aber Soloski schreibt, selbst in der ausgezeichneten Übersetzung von Chrisitan Lux, so genial, außergewöhnlich formulierungsfreudig und sarkastisch, dass der Leseteufel nachträglich das Buch im englischen Original beschafft hat, um das Lesevergnügen wiederholen zu können.

Es ist nur zu hoffen, dass Soloski hier ein Zerrbild ihres Berufsstands geschaffen hat, nicht allzu autobiografisch, denn Vivian ist nicht nur so depressiv, dass sie die Welt nur im Drogenschleier und Suff ertragen kann, sie ist wahrlich destruktiv, misogyn, arrogant, und einsam, ihre Kritiken werden immer böser, sarkastischer, so dass sie in Gefahr ist, ihren geliebten Job zu verlieren.

Sie lässt sich in das Verschwinden eines zufälligen Bekannten hineinziehen, das immer absurder und alptraumhafter erscheint, zumindest ihrem benebelten Hirn.

Dabei fängt sie eine Affäre mit einem Bühnentechniker und einem Kriminalbeamten an, die ihr beide nicht helfen können oder wollen.

Die Auflösung des Falles sei hier nicht verraten, fällt aber im Vergleich zur vorherigen Handlung etwas ab.

Trotzdem ein literarischer Glücksfall!